In diesem kleinen Lexikon erläutern wir Ihnen meteorologische Begriffe, die auf unseren Internet-Seiten verwendet werden. Sollten Sie etwas vermissen oder nicht verstehen, schreiben Sie uns.
Atmosphäre
Barometer
Bekleidung (Wärmeisolation)
Böen
Ceilometer
Druck
Eistag
Feuchte
Fluss
Frosttag
Gefühlte Temperatur
Globalstrahlung
Heißer Tag
Hitzeindex
Humidex
Impulsfluss
Kalter Tag
Luftdruck
Niederschlag
Niederschlagsdauer
Niederschlagsintensität
Niederschlagsmenge
Niederschlagsmessung
Potentielle Temperatur
PMV-Wert
PPD-Wert
Pyranometer
Pyrgeometer
Pyrheliometer
Sommertag
Sonnenschein
Sonnenscheinautograph nach Campbell-Stokes
Sonnenscheindauer
Sonnenstrahlung
Strahlung
Strahlungsbilanz
Szintillometer
Taupunkt
Taupunktspiegel
Temperatur
Temperaturskalen
Thermometer
Tropennacht
Tropentag
Ultraschall-Anemometer
Ultraschall-Thermometer
Virtuelle Temperatur
Wärmefluss
Wind
Windchill-Temperatur
Windgeschwindigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wolken
Die Atmosphäre ist die Lufthülle der Erde. Der Luftdruck nimmt nach oben hin stetig ab, die Luft wird immer „dünner“. In etwa 5500 m Höhe ist der Luftdruck nur noch halb so groß wie auf Meereshöhe und er halbiert sich jeweils mit 5500 weiteren Höhenmetern. Es ist also nicht möglich, eine Höhe der Atmosphäre anzugeben, weil der Luftdruck und damit die Dichte rein rechnerisch auch für sehr große Höhen nie Null wird. Allerdings beträgt der Luftdruck in 160 km Höhe nur noch 0,0000001 hPa. Das ist fast luftleer und damit bereits „Weltraum“. Wäre Luft wie Wasser inkompressibel und hätte damit eine höhenkostante Dichte, so wäre die Atmosphäre (bei 0 °C) 8000 m dick (Höhe der homogenen Atmosphäre).
Die Hauptbestandteile der trockenen Luft sind Stickstoff (N2, 78,08 %vol) und Sauerstoff (O2, 20,95 %vol). Unter den weiteren Bestandteilen erreicht nur noch das Edelgas Argon einen Anteil in ähnlicher Größenordnung (Ar, 0,95 %vol). Zu der großen Zahl der Spurengase zählen Kohlenstoffdioxid (CO2), Neon (Ne), Helium (He), Methan (CH4), Krypton (Kr), Xenon (Xe), Wasserstoff (H2), Distickstoffoxid (N2O), Ozon (O3), Radon (Rn) und andere. Diese Zusammensetzung der Luft ändert sich in den ersten 100 km Höhe kaum.
In dieser trockenen Luft ist in veränderlichen Anteilen immer auch Wasserdampf (H2O) enthalten (1 bis 4 %vol). Dieser ist für die meteorologischen Vorgänge in der Luft äußerst wichtig (siehe auch Feuchte).
Barometer
Messgeräte, mit denen der Druck in einem Gas oder
einer Flüssigkeit bestimmt werden kann, nennt man Barometer.
Am Wettermast Hamburg verwenden wir für die Messung des Luftdrucks eine Druckdose.
Diese luftdicht verschlossene Dose besitzt eine Membran, die je nach auflastendem
Atmospärendruck mehr oder weniger nachgibt. Die Verformung der Membran
ist somit ein Maß für den Luftdruck.
Bekleidung (Wärmeisolation)
Bekleidung, oder genauer die Wärmeisolation von Bekleidung, ist ein
wichtiger Parameter in der thermischen Behaglichkeitsgleichung nach Fanger,
im Klima-Michel-Modell und daraus folgend in der Berechnung der
gefühlten Temperatur.
Jedes Kleidungsstück besitzt eine Wärmeisolation, die in m² K/W
angegeben werden kann. Üblicherweise führt man jedoch für 0,155 m² K/W
die Einheit 1 clo ein (von engl. clothing). Die gesamte Wärmeisolation
der Bekleidung einer Person ergibt sich aus der Summe der einzelnen Teile.
Der Klima-Michel kann seine Kleidung je nach Wetterlage zwischen leichtem
Sommeranzug und schwerer Winterkleidung variieren.
| Bekleidungsstück / Anzug | Wärmeisolation |
|---|---|
| BH | 0,01 clo |
| Socken | 0,02 clo |
| Schuhe, dünn besohlt | 0,02 clo |
| Unterhose | 0,04 clo |
| T-Shirt | 0,09 clo |
| lange Unterhose | 0,10 clo |
| Sommerjacke | 0,25 clo |
| Rollkragenpullover, dick | 0,37 clo |
| Parka | 0,70 clo |
| Nackt | 0,00 clo |
| Klima-Michels Sommeranzug | 0,50 clo |
| Klima-Michels Winteranzug | 1,75 clo |
| Schwerer Anzug und Wintermantel | 2,00 clo |
| Polarkleidung | 3,00 clo und mehr |
Böen
Von einer Bö spricht man, wenn die Windgeschwindigkeit kurzzeitig mehr als 5 m/s
(18 km/h) über der mittleren Windgeschwindigkeit liegt. „Kurzzeitig“ heißt hier,
dass der Mittelwert über drei Sekunden berechnet wird, während die mittlere
Windgeschwindkeit aus Intervallen von mehreren Minuten bestimmt wird.
Am Wettermast Hamburg messen wir den Wind zwanzigmal pro Sekunde. Für die mittlere
Windgeschwindigkeit werden diese Werte nach jeweils fünf Minuten
gemittelt. Die kurzzeitigen Windmaxima basieren dagegen auf 3-Sekunden-Intervallen,
wie es die Definition einer Bö vorschreibt. Das Kriterium, dass das Windmaximum mehr
als 5 m/s über dem mittleren Wind liegen muss, hat für uns keine Bedeutung.
Siehe auch Wind.
Ceilometer
Ein Ceilometer ist ein Gerät zum Messen der Wolkenhöhe. Unser neues Ceilometer vom
Typ Vaisala CT25K, das seit Ende 2003 in Betrieb ist, sendet dazu einen (unsichtbaren)
Infrarot-Laserstrahl senkrecht nach oben. Trifft dieses Laserlicht auf flüssiges
Wasser (Wolkentröpfchen), so wird ein Teil davon nach unten reflektiert. Aus der
Laufzeit des Lichts von unten hinauf zur reflektierenden Schicht und wieder zurück
zum Gerät wird die Höhe der Wolkenschicht berechnet. Unser Ceilometer durchleuchtet
die Atmosphäre auf diese Weise in 30-Meter-Höhenstufen bis hinauf auf etwa 7500 m
Höhe. Aus dem Rückstreuprofil ermittelt ein Algorithmus bis zu vier übereinander
liegende Wolkenuntergrenzen inklusive jeweiligem Bedeckungsgrad.
Siehe auch Wolken.
Druck
Gase und Flüssigkeiten üben auf den Gefäßboden und die Wände eine
Kraft aus. Diese Kraft, gemessen pro Flächeneinheit, nennt man Druck.
Die Kräfte selbst können unterschiedliche Ursachen haben.
Da ist zum einem die Schwerkraft. So befinden sich z. B. in einem
Schwimmbad mit 2 m Wassertiefe über jedem Quadratmeter Boden zwei
Kubikmeter, also 2000 kg Wasser. Das hört sich zunächst schon viel an,
aber über dem Wasser liegt ja noch die Luft der Atmosphäre. Und diese
Luftmasse über einem Quadratmeter Boden wiegt 10000 kg = 10 t!
Da auf der Erde eine Masse von 1 kg mit einer Kraft von 9,81 N (Newton)
nach unten gezogen wird, bewirkt die Luftmasse von 10000 kg eine
Kraft von etwa 100000 N auf jeden Quadratmeter, der Druck beträgt also
100000 N/m². Man führt hier das Pascal (Pa) als eine spezielle
Einheit für den Druck ein mit 1 Pa = 1 N/m². In der Meteorologie
verwendet man meist das Hektopascal (hPa, 1 hPa sind 100 Pa), da dies
mit dem früher verwendeten Millibar (mbar) übereinstimmt.
Auch ohne Schwerkraft übt ein Gas Kraft auf die Gefäßwände aus, z. B.
in einem Luftballon im Weltraum. Dieser Druck wird durch das ständige
Aufprasseln der bewegten Gasmoleküle auf die Wände verursacht. Erhöht man
die Temperatur und damit die Geschwindigkeit
der Gasteilchen, so erhöht sich (bei gleichem Volumen) auch der Druck.
Der Druck wird mit Barometern gemessen.
Siehe auch Luftdruck
Eistag
Als Eistag im meteorologischen Sinne bezeichnet man Tage, an
denen die Temperatur in 2 m Höhe ständig unter 0 °C liegt.
Siehe auch Frosttag.
Feuchte
Luft ist eine Mischung aus verschiedenen Gasen, in der insbesondere
Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle (N2 und O2), aber
auch Wassermoleküle (H2O) praktisch unabhängig voneinander
existieren. (Anders als z. B. bei Salz in Wasser handelt es sich bei
gasförmigem Wasser in der Luft nicht um eine Lösung.) Jedes Gas besitzt für
sich genommen einen Teildruck (Partialdruck), die Partialdrücke aller
Gase zusammen ergeben den Gesamtdruck (Daltonsches Gesetz).
Der Partialdruck eines Gases kann dabei nicht beliebig groß werden. Abhängig
von der Temperatur tritt bei einem bestimmten Druck Sättigung und
damit Bildung von Flüssigkeit ein. Dies betrifft in der Atmosphäre
insbesondere den Wasserdampf. Sein Partialdruck kann von (fast) Null bei
sehr trockener Luft bis zum Sättigungsdampfdruck jeden Wert annehmen. Das
Verhältnis von Partialdruck zu Sättigungsdampfdruck nennt man
relative Feuchte und wird normalerweise in Prozent angegeben.
Bei 0 % relativer Feuchte befindet sich kein Wasser in der Luft, bei
100 % ist die Luft gesättigt. Bei uns kann die relative Feuchte Werte
zwischen 20 und 100 % annehmen.
Da der Wassergehalt der Atmosphäre für viele
meteorologische Vorgänge äußerst wichtig ist, gehört die
Bestimmung der Feuchte (Feuchtigkeit) zu den Standardmessungen.
Die Feuchte spielt eine wesentliche Rolle bei der Wolkenbildung
und dem Niederschlag, dem Energiehaushalt der
Atmosphäre sowie den Strahlungsvorgängen.
Der Wasserdampf in der Luft ist unsichtbar. Nebel, Regen und Wolken
bestehen aus flüssigem Wasser oder Eis und zählen deshalb nicht zur
Feuchte.
Neben der relativen Feuchte gibt es noch eine ganze Reihe weiterer
Feuchtemaßen, die je nach Bedarf verwendet werden:
Da der Sättigungsdampfdruck mit steigender Temperatur ebenfalls steigt,
kann in warmer Luft mehr Wasserdampf enthalten sein, als in kalter.
Daraus folgt, dass bei einer Erwärmung von feuchter Luft die relative Feuchte abnimmt.
0 % wird aber auch bei sehr hohen Temperaturen nicht erreicht,
da die Wassermenge bei der Erwärmung natürlich unverändert bleibt.
Umgekehrt nimmt die relative Feuchte bei einer Abkühlung der Luft
zu. Bei einer bestimmten Temperatur wird die 100 %-Marke erreicht,
der Wasserdampf ist gesättigt. Bei einer weiteren Abkühlung steigt
die Feuchte in der Regel nicht über 100 %, sondern das überzählige Wasser
fällt aus. Dies geschieht bei Temperaturen über 0 °C in Form von Tau,
Nebel oder Wolkentröpfchen, bei Temperaturen unter 0 °C in Form von Reif
oder Eiskristallen.
Die Temperatur, bei der die Luft eine relative Feuchte von 100 % hätte,
nennt man Taupunkttemperatur oder kurz Taupunkt.
Der Taupunkt der Luft ist unabhängig von der normalen Temperatur und hängt nur
vom Wassergehalt ab. Der Taupunkt kann mit einem
Taupunktspiegel direkt gemessen werden.
Als absolute Feuchte bezeichnet man die Menge Wasser
pro Luftvolumen. Sie wird in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³)
oder Gramm pro Kubikmeter (g/m³) angegeben. Typische Werte
liegen bei uns zwischen 5 und 15 g/m³.
Bereits erwähnt wurde der Dampfdruck, der den Partialdruck
(Teildruck) des Wasserdampfes angibt. Der Dampfdruck wird wie der
Luftdruck in Hektopascal (hPa) angegeben.
Das Massenmischungsverhältnis gibt das Massenverhältnis von Wasserdampf
zu trockener Luft an. Es hat damit die Einheit kg/kg bzw. 1.
Die spezifische Feuchte gibt das Mischungsverhältnis von
Wasserdampf zu feuchter Luft an. Sie hat ebenfalls die Einheit 1.
Da in der Regel die Masse Wasser sehr viel kleiner ist als die Masse
Luft, sind spezifische Feuchte und Massenmischungsverhältnis ungefähr
gleich.
Die Feuchttemperatur ist die Temperatur, auf die sich eine
feucht gehaltene Oberfläche bei stetiger Belüftung mit Umgebungsluft
aufgrund der Abgabe von Verdunstungswärme abkühlt. Zusammen mit der
Lufttemperatur kann daraus die Luftfeuchtigkeit
berechnet werden. Je feuchter die Luft, desto geringer ist die Verdunstung
und desto höher ist die Feuchttemperatur. Bei 100 % relativer Feuchte sind
beide Temperaturen gleich, sonst ist die Feuchttemperatur immer geringer
als die Lufttemperatur. Messgeräte, die dieses Prinzip nutzen, nennt man
Psychrometer.
Fluss
Unter einem physikalischen Fluss versteht man den Transport einer Größe
pro Zeiteinheit durch eine bestimmte Fläche hindurch. So lässt sich z. B.
Wind auch als Massenfluss auffassen. Bei einer
Windgeschwindigkeit von 1 m/s
beträgt der Massenfluss durch eine senkrecht zum Wind gedachte Fläche
etwa 1,3 kg/s m2. Dann fließt nämlich genau 1 m3
Luft, also etwa 1,3 kg Luft pro Sekunde durch jeden Quadratmeter der
gedachten Fläche.
Betrachtet man statt der Masse den Wärmeinhalt der Luft, so bekommt man
den Wärmefluss. Er wird angegeben in J/s m2
(J = Joule, Einheit der Wärmemenge) oder kürzer in W/m2
(W = Watt = J/s). Speziell am Wettermast Hamburg messen wir mit
den Ultraschall-Anemometer-Thermometern den
vertikalen turbulenten sensiblen Wärmefluss. Dieser
ist meist aufwärts gerichtet, d. h. Wärme, die am Boden durch die Einstrahlung
der Sonne entsteht, wird durch turbulente Austauschbewegungen der Atmosphäre
in höhere Schichten transportiert. Dieser Wärmefluss kann Werte bis zu
200 W/m2 erreichen. Nachts kehrt sich der Wärmefluss um,
durch die Abkühlung des Erdbodens wird Wärme aus höheren Schichten zum
Boden transportiert. Dieser negative Wärmefluss ist jedoch nicht so stark
wie der positive.
Auch die horizontale Windgeschwindigkeit, oder besser der horizontale
Impuls kann vertikal ausgetauscht werden (Impuls ist
Dichte mal Geschwindigkeit, bei konstanter Dichte also praktisch ein Maß für
die Geschwindigkeit selbst). Hat man z. B. in oberen Höhen eine größere
Windgeschwindigkeit als in unteren Höhen, was der Normalfall ist, und sorgt für einen vertikalen
Austausch von Luftmassen z. B. durch Konvektion, so geraten schnelle
Luftmassen in Bereiche niedrigerer Windgeschwindigkeit und beschleunigen
diese etwas. Umgekehrt werden Luftmassen mit hoher Geschwindigkeit durch
den Eintrag langsamerer Luft abgebremst. Auf diese Weise einsteht ein
vertikaler Impulsfluss. Er wird angegeben in (kg m/s)/s m2
oder kürzer und in Analogie zur Einheit des Wärmeflusses in N/m2
(kg/m s2 = N = Newton, Einheit der Kraft).
Der Impulsfluss ist meist negativ, also nach unten gerichtet, und erreicht
höchstens Werte von einigen N/m2.
Frosttag
Als Frosttag im meteorologischen Sinne bezeichnet man Tage, an
denen die Temperatur in 2 m Höhe mindestens einmal unter 0 °C fällt.
Siehe auch Eistag.
Gefühlte Temperatur
Die gefühlte Temperatur, wie sie der Deutsche Wetterdienst (DWD) zur Beurteilung
der thermischen Wirkung des Wetters auf den Menschen entwickelt hat, ist
diejenige Temperatur, die in einem von Wind und direkter Sonnenstrahlung
abgeschirmten Referenzraum herrschen muss, damit eine Person dasselbe
thermische Empfinden hat wie unter den herrschenden Wetterbedingungen
draußen. Die gefühlte Temperatur beinhaltet Elemente, die früher bereits
durch andere Indizes wie Windchill,
Hitzeindex und Humidex eingeführt
wurden, vereinigt diese Effekte jedoch in einem einzigen Wert und
bezieht zusätzlich weitere Parameter wie die Sonnenstrahlung, die
Oberflächentemperatur der Umgebung und sogar die Bekleidung mit ein.
Die gefühlte Temperatur kann sowohl höher, als auch niedriger als die
Lufttemperatur sein und erlaubt nicht nur eine Beurteilung von extrem
heißen und kalten Bedingungen wie die genannten älteren Indizes, sondern
kann auch Aussagen zum Verhalten und zur Bekleidung bei normalem Wetter mit
Temperaturen zwischen 0 und 20 °C liefern.
Die Berechnung der gefühlten Temperatur basiert auf der so genannten
thermischen Behaglichkeitsgleichung nach dem Dänen P. Ole Fanger aus dem
Jahre 1972. Diese ist eine Wärmebilanzgleichung des menschlichen Körpers,
die Wärmeaufnahme und -abgabe durch diverse Faktoren gegenüberstellt (Atmung,
Verdunstung von Schweiß, Wärmeerzeugung durch körperliche Aktivität,
Wärmestrahlung der Umgebung u. a.). Aus dieser Gleichung erhält man einen
Zahlenwert, den PMV-Wert, der Null ist, wenn die
Wärmebilanz ausgeglichen ist, größer als Null, wenn dem Körper netto Wärme
zugeführt wird, und negativ, wenn dem Körper netto Wärme entzogen wird.
Bei einem PMV-Wert von 0 liegt deshalb thermische Behaglichkeit vor, der
Körper erleidet weder Wärmebelastung noch Kältestress.
| gefühlte Temp. | PMV | PPD | Empfinden | körperliche Beanspruchung |
|---|---|---|---|---|
| über 38 °C | 4 | 100 % | sehr heiß | extreme Wärmebelastung |
| 32 bis 38 °C | 3 | 99 % | heiß | starke Wärmebelastung |
| 26 bis 32 °C | 2 | 77 % | warm | mäßige Wärmebelastung |
| 20 bis 26 °C | 1 | 26 % | leicht warm | schwache Wärmebelastung |
| 0 bis 20 °C | 0 | 5 % | behaglich | Komfort möglich (z. B. angepasste Bekleidung) |
| –13 bis 0 °C | –1 | 26 % | leicht kühl | schwache Kältestress |
| –26 bis –13 °C | –2 | 77 % | kühl | mäßiger Kältestress |
| –39 bis –26 °C | –3 | 99 % | kalt | starker Kältestress |
| unter –39 °C | –4 | 100 % | sehr kalt | extremer Kältestress |
Da der PMV-Wert nur die mittlere Meinung einer größeren Personengruppe darstellt (PMV = erwartete mittlere Beurteilung, engl. predicted mean vote) und das individuelle Empfinden davon stark abweichen kann, gibt Fanger in seiner umfangreichen Arbeit zusätzlich einen PPD-Wert an, der für jeden PMV-Wert den Anteil der Personen angibt, die sich im Diskomfort befinden, also Wärmebelastung oder Kältestress ausgesetzt sind (PPD = erwarteter Anteil Unzufriedener, engl. predicted percentage of dissatisfied). Auch bei einem PMV-Wert von 0 liegt der PPD-Wert noch bei 5 %. Es gibt also keine Bedingungen, unter denen sich alle Personen wohlfühlen.
Die Fangersche Behaglichkeitsgleichung wurde ursprünglich für Innenräume aufgestellt, kann aber auch für den Aufenthalt im Freien formuliert werden. Hierbei kommen eine ganze Reihe meteorologischer Größen ins Spiel, die Einfluss auf den Wärmehaushalt des Menschen haben. Dazu gehören insbesondere die Lufttemperatur, die Temperatur der Gegenstände in der Umgebung (auch der Oberfläche und der Luftschichten über dem Probanden), die Windgeschwindigkeit, die Sonnenstrahlung und die Luftfeuchtigkeit. Um ein standardisiertes Verfahren und vergleichbare Ergebnisse zu bekommen, werden zahlreiche Variable der meteorologischen Behaglichkeitsgleichung auf konstante Referenzwerte gesetzt. Dies führt zum Klima-Michel-Modell, das maßgeblich vom Freiburger Medizinmeteorologen Gerd Jendritzky entwickelt wurde. Es führt den Klima-Michel als Durchschnittsmenschen ein, der etwa 35 Jahre alt, männlich und 75 kg schwer ist, eine Arbeitsleistung erbringt, die z. B. Gehen mit 4 km/h entspricht, und seine Kleidung von leichtem Sommeranzug bis zu schwerer Winterkleidung variieren kann. Weiterhin befindet er sich auf einer großen, kurzgeschnittenen Wiese ohne Gegenstände wie Häuser oder Bäume. Mithilfe seiner Kleidung kann der Klima-Michel bei Temperaturen zwischen 0 und 20 °C fast immer thermische Behaglicheit herstellen.
Henning Staiger vom DWD ist in den 1990er Jahren nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat als gefühlte Temperatur die Temperatur in einem Referenzraum definiert, die dem Klima-Michel dasselbe thermische Empfinden beschert wie draußen (s. o.).
Globalstrahlung
Unter dem Begriff Globalstrahlung versteht man die aus dem oberen
Halbraum auf die Erde einfallende kurzwellige Strahlung. Diese setzt
sich zusammen aus direkter Sonnenstrahlung,
in der Atmosphäre gestreutem Licht sowie an Wolken reflektiertem Licht.
Durch diese Reflexion an Wolken kann die Globalstrahlung bei leicht
bewölktem Himmel kurzzeitig größer sein als bei wolkenlosem Himmel.
Die Globalstrahlung wird mit einem Pyranometer gemessen
und üblicherweise in W/m² angegeben. Die Bezugsfläche ist dabei immer
horizontal orientiert.
Siehe auch Strahlung und Sonnenschein.
Heißer Tag
Als heißen Tag im meteorologischen Sinne bezeichnet man Tage, an
denen die Höchsttemperatur 30 °C oder mehr beträgt.
Siehe auch Sommertag.
| Hitzeindex | Gefährdung |
|---|---|
| 27 bis 32 °C | Vorsicht &mdash Erschöpfung möglich bei längerer Aktivität |
| 32 bis 41 °C | Erhöhte Vorsicht &mdash Sonnenstich und Hitzekrampf möglich |
| 41 bis 54 °C | Gefahr &mdash Sonnenstich und Hitzekrampf wahrscheinlich, Hitzschlag möglich |
| über 54 °C | Erhöhte Gefahr &mdash Hitzschlag und Sonnenstich wahrscheinlich bei längerem Aufenthalt |
Die wirkliche Reaktion einer Person auf die Temperatur- und Feuchtebedingungen hängt natürlich auch von der individuellen körperlichen Verfassung ab. Die obigen Angaben können nur Mittelwerte für Durchschnittspersonen sein. Insbesondere gelten die Werte nur für den Aufenthalt im Schatten, in der Sonne kann der Hitzeindex bis zu 8 K höher liegen.
Der Hitzeindex beginnt erst bei Temperaturen ab 27 °C und 40 % relativer Feuchte sich von der Lufttemperatur zu unterscheiden und ist dann immer größer als diese. Abhängig von Temperatur und relativer Feuchte ergeben sich z. B. folgende Werte:
| Luft | Feuchte | Hitzeindex |
|---|---|---|
| 27 °C | 40 % | 27 °C |
| 27 °C | 65 % | 29 °C |
| 35 °C | 35 % | 37 °C |
| 40 °C | 40 % | 49 °C |
Der Hitzeindex hat für Hamburg so gut wie keine Bedeutung, da an den wenigen Tagen, an denen die Temperatur 27 °C übersteigt, meistens die Feuchte sehr gering ist. Ein geeigneteres Maß, unter hiesigen Verhältnissen die thermische Wirkung des Wetters auf den Menschen zu beurteilen, ist die gefühlte Temperatur.
Siehe auch Humidex und Windchill-Temperatur.
| Humidex | Empfinden |
|---|---|
| 20 bis 29 | behaglich |
| 30 bis 39 | etwas unbehaglich |
| 40 bis 45 | sehr unbehaglich, körperliche Anstrengung vermeiden |
| ab 46 | gefährlich, Gefahr von Hitzschlag |
Das wirkliche Empfinden einer Person bei bestimmten Temperatur- und Feuchtebedingungen hängt natürlich auch von der individuellen körperlichen Verfassung ab.
Der Humidex unterscheidet sich erst ab einem Wasserdampfdruck von 10 hPa von der Lufttemperatur und ist dann immer größer als diese. Abhängig von Temperatur und relativer Feuchte ergeben sich z. B. folgende Werte:
| Luft | Feuchte | Humidex |
|---|---|---|
| 25 °C | 50 % | 28 |
| 30 °C | 60 % | 38 |
| 35 °C | 35 % | 37 |
| 40 °C | 40 % | 51 |
Für Hamburg hat der Humidex kaum eine Bedeutung, da an besonders heißen Sommertagen mit Temperaturen über 30 Grad meist die Feuchte sehr gering ist und nur bei 20 bis 30 % liegt, so dass sich der Humidex kaum von der Temperatur unterscheidet. Liegen die Lufttemperaturen bei 20 bis 25 °C, kommen zwar auch höhere Feuchten vor, so dass der Humidex einige Grad über der Lufttemperatur liegt. Allerdings erreicht er dann auch nur relativ harmlose Werte um die 30. Ein geeigneteres Maß, unter hiesigen Verhältnissen die thermische Wirkung des Wetters auf den Menschen zu beurteilen, ist die gefühlte Temperatur.
Siehe auch Hitzeindex und Windchill-Temperatur.
Impulsfluss
Siehe Fluss.
Kalter Tag
Als kalten Tag im meteorologischen Sinne bezeichnet man Tage, an
denen die Höchsttemperatur unter 10 °C liegt.
Luftdruck
Als Luftdruck wird das
Gewicht bezeichnet, mit dem die Atmosphäre auf der Erdoberfläche
lastet. Im Mittel beträgt der Luftdruck etwa 1013 hPa, das entspricht
etwa 10 t pro m². Weitere Grundlagen siehe unter Druck.
Der Luftdruck an einem Ort auf der Erde ist ständigen Schwankungen
unterworfen. Da die Luftmasse der Atmosphäre über die Erdoberfläche
schwappt wie flaches Wasser in einer Schüssel (nur viel langsamer), befindet
sich mal mehr und mal weniger Luft über einem Ort. In
Wetterkarten werden diese Gebiete als Hoch- oder Tiefdruckgebiete
sichtbar. In unseren Breiten schwankt der Luftdruck zwischen
970 und 1050 hPa.
Niederschlag
Unter Niederschlag versteht man alles, was aus der Atmosphäre auf die
Erde fällt und aus Wasser besteht: kleine und große Wassertropfen,
feine Eiskristalle und große Eisklumpen. Korrekterweise nennt man
dies je nach Beschaffenheit dann Niesel, Regen, Schauer, Landregen,
Schnee, Eisnadeln, Reifgraupeln, Frostgraupeln, Hagel, Eiskörnchen,
Schneetreiben, Nebeltraufe, Raureif, Raueis, Interzeption oder
Glatteis (nicht zu verwechseln mit Eisglätte). Zur
Niederschlagsentstehung siehe unter Wolken.
Am Wettermast Hamburg messen wir die Niederschlagsmenge, die
Niederschlagsintensität und die
Niederschlagsdauer.
Niederschlagsdauer
Allein die Menge des Niederschlags sagt noch nicht
alles über die Wetter- und Klimabedingungen aus. So kann eine bestimmte
Niederschlagsmenge während
eines stundenlangen Landregens fallen oder nach einem sonnigen Sommertag
innerhalb von wenigen Minuten in einem Gewitterschauer. Die Zeiten, in
denen Niederschlag fällt, ergeben aufsummiert die Niederschlagsdauer.
Gerade bei feinem Niesel, der fast noch Nebel ist, ist der Übergang
zwischen Niederschlag und Trockenheit jedoch fließend. Wir haben unseren
Niederschlagssensor auf einen Wert von 5 Tropfen pro Minute auf
30 cm² eingestellt. Wenn dieser Wert überschritten wird, sprechen wir
von Niederschlag. An anderen Stationen kann dies durchaus anders definiert
sein.
Niederschlagsintensität
Neben der reinen Menge ist auch die Intensität eines Niederschlagsereignisses
zu beachten. Sie wird meist in Millimeter pro Minute (mm/min) oder
(hochgerechnet) in Millimeter pro Stunde (mm/h) angegeben. Die höchsten am
Wettermast Hamburg gemessenen Niederschlagsintensitäten
liegen bei 3 mm/min (180 mm/h). Solche extremen Ereignisse, z. B.
Gewitterschauer, dauern aber meist nur einige Minuten.
Die Messung der Niederschlagsintensität am
Wettermast Hamburg erfolgt mit einer Kippwaage.
Siehe auch Niederschlagsmenge
und Niederschlagsdauer.
Niederschlagsmenge
Die Niederschlagsmenge gibt die Menge des niederfallenden Wassers als
Höhe an, die das Wasser den Boden bedecken würde (wenn es nicht abfließen
oder versickern könnte). Schnee und Hagel werden vor der Messung geschmolzen.
Die Niederschlagsmenge wird üblicherweise in Millimeter (mm) angegeben.
1 mm entspricht 1 Liter pro Quadratmeter (l/m²).
Pro Jahr fallen in Hamburg etwa 750 mm Niederschlag,
meist als Regen. Regional sind allerdings deutliche Unterschiede festzustellen. So liegt der
langjährige Mittelwert für Fuhlsbüttel bei 770 mm, für Wandsbek bei
790 mm, für St. Pauli bei 783 mm und für Kirchwerder bei 706 mm. Die Schwankungen
zwischen den Jahren sind immens, z. B. Kirchwerder Minimum 464 mm (1996)
und Maximum 936 mm (1998). Generell nimmt die Niederschlagsmenge im
Großraum Hamburg von Nordwesten nach Südosten ab (Heide/Itzehoe 955 mm,
Hamburg 750 mm, Lüneburg 661 mm).
Die Messung der Niederschlagsmenge am Wettermast
Hamburg erfolgt mit einer Kippwaage.
Siehe auch Niederschlagsintensität
und Niederschlagsdauer.
Niederschlagsmessung
Die Niederschlagsmenge wird klassisch und
ganz direkt mit einem Auffangbehälter (Becher) gemessen. Die gesammelte
Wassermenge wird regelmäßig bestimmt und ergibt zusammen mit der Größe
der Öffnung die Niederschlagsmenge.
Auch die Niederschlagsintensität kann auf
diese Weise ermittelt werden, allerdings muss dann die aufgefangene
Wassermenge in entsprechend kurzen Abständen gemessen werden, z. B. einmal
pro Minute.
Zu diesem Zweck verwenden wir am Wettermast Hamburg einen Niederschlagsmesser
nach dem Kippwagenprinzip. Der Regen fällt zunächst in einen
(bei Schneefall beheizbaren) Auffangbehälter. Das Wasser wird dann auf
eine Kippwaage geleitet, die mit zwei kleinen Behältern versehen ist. Ist
ein Behälter voll, kippt die Waage um und gibt einen Messimpuls ab. Dieser
Impuls entspricht bei unserem Gerät 0,1 mm Niederschlag.
Die Niederschlagsdauer kann mit diesem
Gerät nicht zuverlässig gemessen werden, weil bei schwachem Niederschlag
die Kippwaage nur im Abstand von einigen Minuten einen Impuls liefert. Über
die Zeit dazwischen kann dann keine Aussage getroffen werden. Deshalb haben
wir am Wettermast Hamburg zusätzlich einen Niederschlagssensor
installiert, der immer dann Niederschlag meldet, wenn mindestens
5 Tropfen pro Minute durch eine 30 cm² große Fläche fallen. Technisch
ist dies durch eine Infrarot-Messstrecke realisiert, die durch Wassertropfen,
Hagelkörner und Schneeflocken (und leider auch durch andere Teilchen wie
Insekten oder Blätter) unterbrochen wird.
Siehe auch Niederschlagsmenge
und Niederschlagsdauer.
Potentielle Temperatur
Ein Grundgesetz der Thermodynamik besagt, dass ein Gas sich erwärmt, wenn
es adiabatisch, d. h. ohne Energieaustausch mit der Umgebung,
komprimiert wird. Dies kann z. B. durch schnelles Zusammenpressen der
Luft in einem Zylinder erfolgen. Bei einer Expansion kühlt sich das
Gas entsprechend ab. Dies ist z. B. beim Ausströmen eines Gases aus einer
Druckflasche zu beobachten.
Ähnliches passiert mit einem Luftvolumen in der Atmosphäre, wenn es
in eine andere Höhe und damit unter einen anderen Luftdruck gelangt.
Bewegt es sich nach oben, sinkt der Druck und das Luftvolumen kühlt sich
ab. Bewegt es sich nach unten, steigt der Druck und das Luftvolumen
erwärmt sich. Die potentielle Temperatur eines Luftvolumens ist nun
diejenige Temperatur, die es bekommt, wenn man es auf einen
Referenzdruck, z. B. 1000 hPa, bringt.
Mit Hilfe der potentiellen Temperatur lässt sich einfach ermitteln, ob
eine Schichtung stabil, neutral oder instabil ist.
Wenn nämlich die potentielle Temperatur mit der Höhe konstant ist,
ändert sich bei einer vertikalen Auslenkung eines Luftvolumens wegen der
Druckänderung zwar dessen Temperatur, sie ist aber stets gleich der
Umgebungstemperatur in der neuen Höhe. Dies ist die thermisch neutrale
Schichtung.
Nimmt die potentielle Temperatur mit der Höhe zu, so hat ein Luftvolumen,
wenn es nach oben ausgelenkt wird, anschließend eine niedrigere Temperatur
als die Umgebung. Da kalte Luft eine höhere Dichte hat als warme Luft
und damit „schwerer“ ist, sinkt sie wieder ab. Entsprechendes gilt bei einer
Auslenkung nach unten. Hier ist das Luftvolumen wärmer als die Umgebung
und wird damit wieder nach oben getrieben. Bei einer solchen
Temperaturschichtung werden vertikal ausgelenkte Luftvolumina also sofort
wieder in die Ausgangshöhe zurückgetrieben. Man nennt dies eine
thermisch stabile Schichtung.
Nimmt die potentielle Temperatur mit der Höhe ab, tritt der
entgegengesetzte Fall ein. Ein nach oben ausgelenktes Luftvolumen ist
wärmer als die Umgebung, was die nach oben gerichtete Auslenkung weiter
verstärkt. Ein nach unten ausgelenktes Luftvolumen ist
kälter als die Umgebung, was entsprechend die nach unten gerichtete
Auslenkung weiter verstärkt. Es kommt somit zu größeren Umwälzungen
von Luftmassen (Konvektion). Es liegt eine thermisch instabile Schichtung
vor.
Die am Wettermast Hamburg gemessenen Temperaturen in den verschiedenen Höhen
rechnen wir zu potentiellen Temperaturen mit einem Referenzdruck von
1000 hPa um. Trägt man diese als Höhenprofil (siehe unter Aktuelle
Daten) auf, so kann man auf einen Blick Höhenbereiche mit thermisch stabiler,
neutraler und instabiler Schichtung erkennen.
PMV-Wert
Der PMV-Wert ist die zentrale Größe in den thermischen Behaglichkeitsrechnungen
nach Fanger und gibt die Abweichung von thermisch behaglichen Bedingungen an.
Siehe gefühlte Temperatur.
PPD-Wert
Der PPD-Wert ist eine Größe in den thermischen Behaglichkeitsrechnungen
nach Fanger und gibt den Anteil der Personen an, die sich bei einem bestimmten
PMV-Wert im thermischen Diskomfort befinden. Siehe gefühlte Temperatur.
Pyranometer
Mit einem Pyranometer wird die Globalstrahlung,
also die gesamte aus dem oberen Halbraum einfallende kurzwellige Strahlung
gemessen. Die Messung erfolgt dabei über die Erwärmung eines (schwarzen)
Bauteils, die in die für die Globalstrahlung übliche Einheit W/m² umgerechnet
wird. Das Pyranometer ist zu unterscheiden vom Pyrheliometer.
Ein Pyranometer kann auch nach unten gerichtet montiert werden. Es misst dann
die vom Erdboden reflektierte kurzwellige Strahlung. Zusammen mit dem
nach oben gerichteten Pyranometer erhält man somit ein Albedometer, mit
dem die kurzwellige Strahlungsbilanz des Bodens
ermittelt werden kann.
Am Wettermast Hamburg messen wir nur die (von oben eintreffende) Globalstrahlung.
Da die Oberfläche des Bodens dort aus einer Wiese besteht, ist deren Albedo in der
Literatur nachzuschlagen und somit die kurzwellige Strahlungsbilanz zumindest
näherungsweise zu berechnen.
Pyrgeometer
Ein Pyrgeometer misst die gesamte aus dem (oberen oder unteren) Halbraum
einfallende langwellige (Wärme-, Infrarot-) Strahlung und
ist damit das langwellige Gegenstück zum Pyranometer.
Am Wettermast Hamburg ist ein Pyrgeometer zur Messung der langwelligen Strahlung
von oben installiert. Zur Berechnung der vom Erdboden abgegebenen langwelligen
Strahlung und damit der langwelligen Strahlungsbilanz könnte man ein zweites,
nach unten gerichtetes Pyrgeometer installieren. Da die Wärmestrahlung
jedoch nur vom Oberflächenmaterial (hier eine Wiese) und von dessen Temperatur
abhängt und diese Oberflächentemperatur mit einem Strahlungsthermometer
gemessen wird, kann man die nach oben gerichtete langwellige Strahlung und damit die
langwellige Strahlungsbilanz näherungsweise berechnen.
Pyrheliometer
Ein Pyrheliometer ist ein Gerät zur Messung der
direkten Sonnenstrahlung. Die Geräte
bestehen aus zwei Teilen, von denen eines der Sonne ausgesetzt ist und
das andere abgeschattet ist. Aus der unterschiedlichen Erwärmung bei
Sonnenschein kann die direkte Sonnenstrahlung, üblicherweise in W/m²,
errechnet werden.
Am Wettermast Hamburg besitzen wir leider kein Pyrheliometer, jedoch ein
Pyranometer.
Sommertag
Als Sommertag im meteorologischen Sinne bezeichnet man Tage, an
denen die Höchsttemperatur 25 °C oder mehr beträgt.
Siehe auch Heißer Tag.
Sonnenschein
Wenn die direkte Sonnenstrahlung den Schwellwert von 120 W/m² überschreitet,
spricht man in der Meteorologie von Sonnenschein. Im Falle von dichter
Bewölkung oder klarem Himmel wird dieser Wert meist eindeutig unter- bzw.
überschritten, so dass sich dieser meteorologische Sonnenschein mit der
üblichen Anschauung deckt. Wichtig wird dieser Schwellwert nur bei diffuser
Bewölkung. Er sorgt für eine Vergleichbarkeit von Messungen z. B. der
Sonnenscheindauer.
Sonnenscheinautograph nach Campbell-Stokes
Der Sonnenscheinautograph nach Campbell-Stokes ist ein klassisches
Gerät zur Registrierung von Sonnenschein und damit zur Messung der
Sonnenscheindauer. Eine Glaskugel von etwa 10 cm
Durchmesser fokussiert dabei das direkte Sonnenlicht und brennt eine Markierung
auf einem hinter der Kugel liegenden Messstreifen, der mit einer Zeitskala
versehen ist.
Sonnenscheindauer
Als Sonnenscheindauer wird die Zeitdauer bezeichnet, in der
Sonnenschein vorliegt. Die Sonnenscheindauer
wird üblicherweise in Stunden angegeben (z. B. pro Tag, Monat oder Jahr).
Die maximal mögliche Sonnenscheindauer ist durch die Zeit von Sonnenauf-
bis -untergang vorgegeben. Den Anteil der Zeit mit Sonnenschein zur
maximal möglichen Zeit nennt man relative Sonnenscheindauer.
Die maximal mögliche Sonnenscheindauer pro Jahr ist überall auf der
Erde gleich und beträgt genau ein halbes Jahr, also 4383 Stunden.
Modifiziert wird dieser (astronomische) Wert durch eine Verlängerung
des Tages um einige Minuten beim Sonnenauf- und -untergang aufgrund
von Brechung der Sonnenstrahlung in der Atmosphäre (Refraktion) und
natürlich von den örtlichen Begebenheiten wie Berge und Gebäude in der Umgebung.
In Hamburg schwankt die maximal mögliche Sonnenscheindauer von etwa
7 Stunden im Dezember bis fast 17 Stunden im Juni. Wirklich erreicht
wird, über das Jahr gerechnet, etwa ein Drittel.
Die Sonnenscheindauer wird klassisch mit einem Sonnenscheinautographen nach
Campbell-Stokes gemessen. Ein moderneres Verfahren läuft über die Registrierung
von Sonnenschein mit einem Pyrheliometer.
Sonnenstrahlung
Die Strahlung der Sonne gelangt auf zwei Wegen an die Erdoberfläche:
ungehindert oder an Wolken gestreut und reflektiert. Die Sonnenstrahlung,
die ungehindert aus Richtung der Sonne einfällt, nennt man auch
direkte Sonnenstrahlung, den gestreuten und reflektierten Anteil
diffuse Sonnenstrahlung. Die Summe aus direkter und diffuser
Sonnenstrahlung bildet die gesamte auf die Erdoberfläche eintreffende
Sonnenstrahlung. Dies ist im Prinzip die Globalstrahlung,
jedoch ist bei Rechnungen und Vergleichen die unterschiedliche Orientierung der
Bezugsflächen zu beachten: Die direkte Sonnenstrahlung bezieht sich auf
eine Fläche senkrecht zur Strahlrichtung, die Globalstrahlung auf
eine horizontale Fläche.
Zur Messung der direkten Sonnenstrahlung verwendet man ein Pyrheliometer,
angegeben wird sie meist in W/m². Liegt die direkte Sonnenstrahlung über
120 W/m², so spricht man von Sonnenschein.
Strahlung
Für den Energiehaushalt von Atmosphäre, Ozean und Erdboden spielen
Strahlungsvorgänge eine wichtige Rolle. Aus dem gesamten Spektrum der
elektromagnetischen Strahlung, das von den sehr langwelligen Radiowellen
über die Wärmestrahlung, das sichtbare Licht, die Ultraviolettstrahlung
und die Röntgenstrahlung bis zu der sehr kurzwelligen, aber energiereichen
Gammastrahlung reicht, sind in der Atmosphäre insbesondere das sichtbare
Licht und die Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) wirksam.
In der Meteorologie nennt man diese beiden wichtigen Spektralbereiche, die sich kaum
überlappen, auch einfach kurzwellige und langwellige Strahlung.
Die gesamte für das Leben notwendige Energie erhält die Erde von der Sonne
in Form kurzwelliger Strahlung (Globalstrahlung,
Sonnenstrahlung).
Am Oberrand der Atmosphäre beträgt die
Strahlungsleistung 1360 W/m2 (Solarkonstante). Auf dem Weg durch die
Atmosphäre zum Erdboden unterliegt die kurzwellige Strahlung jedoch
zahlreichen Einflüssen. So wird sie z. B. an Gasmolekülen, Staub- und Aerosolteilchen
gestreut (je nach Farbe unterschiedlich stark, daher die blaue Farbe
des Himmels), von Wolken reflektiert (teils zurück in den Weltraum,
teils auf die Erde) und von Spurengasen absorbiert. Auf der Erde angekommen,
wird ein Teil vom Boden wieder nach oben reflektiert. Ein heller Boden, z. B.
Schnee, reflektiert dabei mehr als ein dunkler, z. B. Asphalt. Das Verhältnis
von reflektierter zu einfallender kurzwelliger Strahlung nennt
man Albedo.
Der nicht reflektierte Anteil führt zur Erwärmung des Erdbodens. Dadurch gibt
dieser, wie jeder Körper mit einer Temperatur über 0 K, Wärmestrahlung
nach oben ab. Auch diese gelangt nicht ungehindert durch die Atmosphäre
in den Weltraum, sondern wird von einigen Bestandteilen wieder zurück
zur Erde reflektiert (Treibhauseffekt). Hier ist vor allem das
Kohlenstoffdioxid CO2 zu nennen, dessen Konzentration
in der Atmosphäre in den vergangenen 100 Jahren durch menschliche
Einflüsse stark zugenommen hat und so den natürlichen Treibhauseffekt
verstärkt.
Trotz der komplizierten Vorgänge des Strahlungstransports in der Atmosphäre
gilt auf jeden Fall, dass die Erde genauso viel Strahlung abgibt, wie sie
von der Sonne erhält (die Strahlungsbilanz ist Null).
Dies wird dadurch sichergestellt, dass ein Körper
um so mehr Wärmestrahlung und damit Energie abgibt, je wärmer er ist. Eine
unbegrenzte Erwärmung der Erde ist also nicht möglich, gleichwohl kann es
zu einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur kommen, wenn z. B. die
Zusammensetzung der Atmosphäre durch Mensch oder Naturgewalt verändert wird.
Für die Messung von kurz- und langwelliger Strahlung stehen uns am Wettermast
Hamburg ein Pyranometer und ein Pyrgeometer
zur Verfügung.
Strahlungsbilanz
Die Strahlungsbilanz ist die Differenz aus der gesamten von oben auf die Oberfläche
eintreffenden Strahlung und der gesamten vom Erdboden
nach oben abgegebenen Strahlung. Ist die Strahlungsbilanz positiv, z. B. an einem
sonnigen Tag, erhält der Erdboden mehr Energie als er abstrahlt, so dass er
sich erwärmt (wenn man andere Transportprozesse wie Wärmeleitung im Erdboden
vernachlässigt). Bei einer negativen Strahlungsbilanz (z. B. in einer klaren Nacht)
kühlt der Boden dagegen aus, weil er mehr Energie abstrahlt als er von oben erhält.
Die Strahlungsbilanz der Erde insgesamt ist Null. Bei uns in Billwerder liegt der
Jahresdurchschnitt bei etwa +55 W/m2.
Szintillometer
Ein Szintillometer misst die Schwankungen von Licht, das von einem entfernten
Sender Richtung Empfänger gestrahlt wird, und bestimmt daraus die Turbulenz
in der Atmosphäre.
Der eigentlich gerade Weg von Licht wird in der Atmosphäre wegen der immer
vorhandenen Dichteunterschiede gebrochen. Verändern und verlagern sich die
unterschiedlich dichten Luftmassen auch mit der Zeit, z. B. durch Turbulenz an
einem sonnigen Tag, so beginnt das Licht der Lichtquelle vom Empfänger aus
betrachtet zu flackern oder szintillieren. Diesen Effekt kann man auch
nachts sehr gut an den Sternen oder an den roten Positionsleuchten von hohen
Schornsteinen und Masten beobachten.
Am Wettermast Hamburg haben wir in 50 m Höhe den Sender eines Szintillometers
installiert, der auf das Dach des etwa 10 km entfernten Geomatikums
gerichtet ist, wo der Empfänger steht. Das Gerät strahlt sein infrarotes (und
damit unsichtbares) Licht also quer über die Innenstadt.
Dieses Szintillometer vom Typ BLS2000 ermittelt zum einen den vertikalen,
turbulenten, fühlbaren Wärmefluss über der Stadt, zum anderen auch den Wind
quer zur Messstrecke. Diese Werte sind Mittelwerte über die gesamte Messstrecke,
wobei die mittleren Bereiche etwas höher gewichtet sind.
Taupunkt
Der Taupunkt oder die Taupunkttemperatur ist diejenige Temperatur, auf
die feuchte Luft abgekühlt werden muss, um Sättigung des Wasserdampfs
zu erreichen. Kühlt man die Luft weiter ab, so kondensiert der
Wasserdampf je nach Temperatur als Tau (flüssiges Wasser) oder Reif (Eis).
Der Taupunkt ist ein Maß für den absoluten Wasserdampfgehalt der Luft und
somit unabhängig von der Lufttemperatur. Ändert sich die Lufttemperatur,
bleibt der Taupunkt unverändert.
Der Taupunkt kann direkt mit einem Taupunktspiegel
gemessen werden oder aus anderen Feuchtemaßen berechnet werden.
Näheres siehe unter Feuchte.
Taupunktspiegel
Ein Taupunktspiegel ist ein Gerät zur Messung der
Luftfeuchtigkeit, indem der Taupunkt
direkt gemessen wird. Dazu wird ein Spiegel ausgehend von der Lufttemperatur
kontinuierlich abgekühlt. Sobald die Taupunkttemperatur erreicht ist,
bildet sich ein Beschlag auf dem Spiegel, weil der Wasserdampf in der Luft
nun gesättigt ist und kondensiert. Die Beschlagen des Spiegels kann mit einer
Optik einfach erkannt werden.
Am Wettermast Hamburg waren in den ersten Jahren des digitalen Betriebs
in allen Höhen Taupunktspiegel installiert, die sich jedoch als zu
anfällig für den Dauerbetrieb unter den teilweise rauen und schadstoffbelasteten
Bedingungen am Mast erwiesen. Sie wurden inzwischen durch kapazitive
Feuchtesensoren ersetzt. Als Referenz ist jedoch seit Mitte 2004 ein
spezieller Taupunktspiegel in 110 m Höhe im Einsatz, der unter anderem
über eine automatische Spiegelreinigung verfügt und verlässliche Werte
liefert.
Temperatur
Temperaturen begegnen uns jeden Tag, eine genaue Definition des
Begriffs ist jedoch nicht einfach. Eine Notwendigkeit für
einen Temperaturbegriff ergibt sich aus der menschlichen Erfahrung,
dass sich Gegenstände „kalt“ oder „warm“ anfühlen. Die Temperatur
gibt quantitativ an, wie kalt (bzw. warm) ein Körper ist. Bringt man
zwei unterschiedlich warme Körper in engen Kontakt, beobachtet man zunächst
eine Änderung der Temperaturen beider Körper. Nach einer gewissen Zeit
ändern sich die Temperaturen nicht mehr, und man sagt, beide Körper
haben jetzt die gleiche Temperatur. Dies nutzt man aus, um
Temperaturmessgeräte (Thermometer) zu konstruieren. Hat man ein Thermometer
einmal geeicht, kann man damit die Temperatur jedes Körpers messen, indem
man Thermometer und Körper in Kontakt bringt. Dabei muss man natürlich
beachten, dass die Temperatur des Körpers nach dem erfolgten
Temperaturausgleich zwischen Thermometer und Körper nicht mehr dieselbe
ist, wie vor dem Messvorgang. Bei der Verwendung von kleinen Thermometern
für große Körper ist dieser Effekt aber zu vernachlässigen.
Wem diese Definition der Temperatur zu schwammig ist, findet in
der später entwickelten Thermodynamik eine klare Beziehung zwischen
der Temperatur und der Bewegungsenergie der Atome oder Moleküle im Körper:
T ist die Temperatur, E die mittlere kinetische Energie der beteiligten
Teilchen (Atome, Moleküle, ...), f eine Stoffkonstante und k eine
Naturkonstante. Da die kinetische Energie nur von der Geschwindigkeit der
Teilchen abhängt (E = mv² / 2), ist die Temperatur nichts anderes als ein
makroskopisches Maß für die mikroskopische Bewegung der Teilchen.
In der Meteorologie werden neben der „normalen“ Lufttemperatur noch andere
Temperaturen benutzt, die zusätzlich gewisse Eigenschaften der Luft oder
anderer Wetterparameter berücksichtigen oder vernachlässigen (Druck, Feuchte,
Wind, Sonnenstrahlung o. Ä.). Dazu
gehören die potentielle Temperatur,
die virtuelle Temperatur,
die gefühlte Temperatur,
die Windchill-Temperatur,
der Hitzeindex
und der Humidex.
Temperaturskalen
Will man die Temperatur eines Körpers oder Gases als Zahlenwert angeben,
hat man die Auswahl zwischen diversen Temperaturskalen:
Im alltäglichen Leben und oft auch in der Meteorologie verwendet man
die Celsius-Skala. Die Temperatur wird in Grad Celsius (°C) angegeben.
0 °C entspricht der Temperatur schmelzenden Eises, 100 °C der
Temperatur siedenden Wassers (jeweils unter „normalen“ Umgebungsbedingungen).
Für wissenschaftliche Zwecke besser geeignet ist die Kelvin-Skala oder
thermodynamische Skala, die die Temperatur in Kelvin (K) angibt.
0 K entspricht damit der tiefstmöglichen Temperatur, die dann erreicht
ist, wenn sich kein Atom mehr bewegt (absoluter Nullpunkt der Temperatur).
Auf der Celsius-Skala liegt dieser Punkt bei -273,15 °C. Zusätzlich
wird (willkürlich) der Temperaturabstand zwischen Schmelzpunkt und
Siedepunkt von Wasser in 100 gleiche Intervalle von je 1 K zerlegt.
Der Schmelzpunkt von Wasser liegt somit bei 273,15 K, der Siedepunkt
bei 373,15 K.
In den USA findet noch die Fahrenheit-Skala Verwendung. Dabei ist
0 °C = 32 °F und 100 °C = 212 °F.
Thermometer
Thermometer sind Geräte zur Messung der Temperatur eines
Körpers oder Gases. Je nach Anwendungsbereich greift man auf unterschiedliche
Funktionsprinzipien zurück:
Beim Ausdehnungsthermometer befindet sich eine Flüssigkeit, z. B.
Quecksilber oder gefärbter Alkohol, in einem geschlossenen Glasröhrchen.
Je nach Temperatur dehnt sich die Flüssigkeit mehr oder weniger aus
und der Zahlenwert kann an der Skala direkt abgelesen werden.
Ein Bimetallthermometer besteht meist aus einer Doppelmetallfeder, deren
Bestandteile sich bei Temperaturänderungen unterschiedlich stark ausdehnen.
Dadurch krümmt sich die Feder je nach Temperatur, der Wert kann z. B.
über einen angebrachten Zeiger auf einer Skala abgelesen werden.
Für genaue Messungen besonders geeignet sind Gasthermometer. Das
oft verwendete Helium kommt einem idealen Gas sehr nahe, so dass man sich
den grundlegenden thermodynamischen Zusammenhang zwischen
Druck, Volumen
und Temperatur eines Gases für die Temperaturmessung zunutze machen kann.
Am Wettermast Hamburg verwenden wir für die Messung der Lufttemperatur
Widerstandsthermometer. Hier wird ausgenutzt, dass sich der elektrische
Widerstand, z. B. eines dünnen Drahts, mit der Temperatur ändert.
Die für Wind- und Turbulenzmessungen installierten Ultraschallanemometer
dienen auch als Thermometer. Sie messen jedoch nicht die Lufttemperatur,
sondern die virtuelle Temperatur, die etwas davon abweicht.
Für berührungslose Temperaturmessungen verwendet man Strahlungsthermometer.
Diese empfangen die Wärmestrahlung eines Körpers und ermitteln daraus
die Temperatur. (Jeder Körper, der wärmer ist als -273,15 °C, das sind
0 K, sendet Wärmestrahlung aus. Bei Gegenständen, die kälter sind
als wir selbst, ist dies jedoch nicht fühlbar.) Am Wettermast Hamburg wird die
Oberflächentemperatur des Erdbodens mit einen Strahlungsthermometer
gemessen.
Tropennacht
Als Tropennacht im meteorologischen Sinne bezeichnet man Nächte, in
denen die Temperatur in 2 m Höhe nicht unter 20 °C fällt. Dies
ist in Norddeutschland ein sehr seltenes Ereignis.
Tropentag
Frühere Bezeichnung für einen heißen Tag.
Ultraschall-Anemometer
Ein Ultraschall-Anemometer ist ein Gerät zur Messung der
Windgeschwindigkeit.
Dabei wird zwischen zwei Sender-/Empfängerköpfen abwechselnd in beide
Richtungen ein Ultraschallsignal geschickt. Da sich bei Wind der Schall
mit der Luft mitbewegt, ergibt sich ein Laufzeitunterschied zwischen beiden
Richtungen, aus dem die Windgeschwindigkeit berechnet werden kann. Bei nur
einer Messstrecke ergibt sich allerdings nur der Anteil der Windgeschwindigkeit
in Richtung der Messstrecke. Weht der Wind quer durch die Anordnung, hat dies
keinen Effekt auf die Laufzeit.
Um die wirkliche, richtungsunabhängige Windgeschwindigkeit ermitteln zu können,
benötigt man mindestens zwei solcher Messstrecken, die in der Horizontalen so
angeordnet sind, dass sie in unterschiedliche Richtungen weisen. Dann kann
neben der Windgeschwindigkeit auch noch die
Windrichtung gemessen werden.
Fügt man noch eine weitere Messstrecke hinzu, die aus der
Ebene der ersten beiden heraus weist, kann sogar der dreidimensionale
Windvektor berechnet werden.
Auch wenn die Winkel zwischen den Messstrecken im Prinzip beliebig sind, solange
sie nicht alle in einer Ebene liegen, konstruiert man die Geräte in der Regel
so, dass alle Messstrecken senkrecht aufeinander stehen und keine Strecke
genau horizontal oder vertikal verläuft.
Die Messung kann mehrmals pro Sekunde durchgeführt werden, so dass auch
kleinste Schwankungen des Windes registriert werden können. Ein
dreidimensionales Ultraschall-Anemometer eignet sich deshalb auch zur
Messung von Turbulenzgrößen wie dem vertikalen Impulsfluss. Kombiniert
mit anderen Messgeräten können z. B. auch latente und sensible Wärmeflüsse
gemessen werden. Das für den sensiblen Wärmefluss nötige Thermometer ist
das Ultraschall-Anemometer bereits selbst, denn aus der Laufzeit des
Schalls von einem zum anderen Kopf lässt sich auch (näherungsweise) die
Lufttemperatur bestimmen. Solche Geräte sind also gleichzeitig auch ein
Ultraschall-Thermometer.
Am Wettermast haben wir, als Nachfolger von Schalensternanemometer und Windfahne,
zur Messung des Windes nur noch Ultraschall-Anemometer installiert.
Ultraschall-Thermometer
Die Schallgeschwindigkeit in einem Gas hängt im Wesentlichen nur von
der Temperatur ab. Die Messung der Schallgeschwindigkeit kann mit der
bei Ultraschall-Anemometern ohnehin
durchgeführten Laufzeitmessung von Ultraschallsignalen zwischen zwei
Sender-/Empfängerköpfen durchgeführt werden. Diese Geräte können also
auch als Thermometer verwendet werden.
Zu einem geringen Teil beeinflusst aber auch die molekulare Zusammensetzung
des Gases die Schallgeschwindigkeit, bei Luft speziell der variable Gehalt
an Wasserdampf. Ohne Kenntnis der Luftfeuchtigkeit kann die wahre
Lufttemperatur also nur näherungsweise gemessen werden. Ignoriert man
die Feuchte in der Berechnung und setzt sie gleich Null, so erhält man
aus der Schallgeschwindigkeit die so genannte
virtuelle Temperatur, die bei hoher
Feuchte durchaus einige Grad über der Lufttemperatur liegen kann.
Prinzipiell könnte man aus einer extern gemessenen Lufttemperatur und der
mit dem Ultraschall-Thermometer gemessenen virtuellen Temperatur die
Luftfeuchtigkeit bestimmen. Allerdings ist diese sehr stark von
der Genauigkeit beider Temperaturen abhängig, so dass bereits kleine
Fehler in der Temperaturmessung zu großen Schwankungen in der Feuchte führen.
Ultraschall-Anemometer-Thermometer, wie wir sie am Wettermast Hamburg
benutzen, verwenden die Temperaturmessung deshalb hauptsächlich für die
Berechnung des turbulenten Wärmeflusses. Da hierfür nur die Abweichungen der
einzelnen Temperaturmessungen von einem Mittelwert (z. B. über 5 min)
benötigt werden, ist der virtuelle Temperaturzuschlag irrelevant.
Virtuelle Temperatur
Die virtuelle Temperatur ist die diejenige Temperatur,
die trockene Luft besitzen muss, damit sie unter demselben
Druck dieselbe Dichte hat wie feuchte Luft mit
der spezifischen Feuchte s:
Für Berechnungen ist T in Kelvin anzugeben. Die virtuelle
Temperatur ist also stets etwas höher als die reale Lufttemperatur.
Mit Ultraschall-Thermometern
kann die virtuelle Temperatur direkt gemessen werden.
Wärmefluss
Siehe Fluss.
Wind
Als Wind bezeichnet man die Bewegung von Luftmassen. Hervorgerufen
wird diese hauptsächlich durch einen unterschiedlichen
Luftdruck an zwei voneinander entfernten Orten.
Um die Druckdifferenz auszugleichen, strömt Luft vom Gebiet hohen Luftdrucks
in das Gebiet niedrigen Luftdrucks. Dabei ist die Strömungsgeschwindigkeit
und damit die Stärke des Windes um so höher, je größer der Druckunterschied
ist (Druckgradient).
Dass die Luft in der Realität trotzdem nicht direkt vom Hoch ins Tief
strömt, liegt an weiteren Einflüssen. So sorgt z. B. die Drehung der
Erde für eine, von außen betrachtet scheinbare, für einen Beobachter auf
der Erde jedoch reale Ablenkung des Windes (Coriolis-Kraft).
Auf der Nordhalbkugel wird der Wind nach links, auf der Südhalbkugel
nach rechts abgelenkt.
Einen weiteren, vor allem lokalen Einfluss auf den Wind hat die
Reibung an der Erdoberfläche. So ist bei gleichem Wind in der Höhe
die Geschwindigkeit am Boden über offenem Wasser höher als z. B. in
bebautem Gebiet oder in einem Wald.
An sonnigen Tagen kommt es durch die starke Erwärmung der
bodennahen Luftschichten zu turbulenten Vertikalbewegungen ("Thermik").
Diese verursachen einen Impulsaustausch zwischen den Höhen und sorgen somit
für eine Angleichung der Windgeschwindigkeiten. In klaren Nächten mit
thermisch stabiler Schichtung sind die einzelnen Schichten voneinander
entkoppelt, der bodennahe Wind nimmt ab, der in der Höhe nimmt zu. Dies
ist in unseren Daten vom Wettermast Hamburg bei entsprechender Wetterlage deutlich
zu erkennen.
Der Wind ist eine vektorielle Größe. Bei zu vernachlässigendem Vertikalwind
besteht er aus zwei horizontalen Komponenten. Man kann den Windvektor
z. B. aufteilen in einen West-Ost- und einen Süd-Nord-Anteil
(u und v). Der Windvektor
ist zudem von Ort zu Ort verschieden und ändert sich natürlich auch mit
der Zeit. Man erhält somit für die mathematische Beschreibung des Windes
ein zeitlich veränderliches, zweidimensionales Vektorfeld, das
Windfeld V(x,y,t) = (u(x,y,t), v(x,y,t)).
Siehe auch Windgeschwindigkeit,
Windstärke, Windrichtung,
Böen.
| Windchill-Temperatur | Gefährdung |
|---|---|
| 0 bis -9 °C | leichtes Kälteempfinden |
| -10 bis -27 °C | unbehaglich, Gefahr von Unterkühlung bei längerem Aufenthalt ohne besonderen Schutz |
| -28 bis -39 °C | erhöhtes Risiko, Erfrierungen an unbedeckter Haut innerhalb 10 bis 30 min |
| -40 bis -47 °C | hohes Risiko, Erfrierungen an unbedeckter Haut innerhalb 5 bis 10 min |
| -48 bis -54 °C | hohes Risiko, Erfrierungen an unbedeckter Haut innerhalb 2 bis 5 min |
| unter -55 °C | hohes Risiko, Erfrierungen an unbedeckter Haut in weniger als 2 min |
Die Windchill-Temperatur ist nicht die Temperatur, die ein Körper unter den gegebenen Bedingungen annimmt, sondern diejenige, unter der er bei schwachem Wind dieselbe Abkühlungsrate erfahren würde. Die Windchill-Temperatur wird in der Regel nur für Temperaturen unter 2 °C und für Windgeschwindigkeiten ab etwa 1,8 m/s (6,5 km/h) angegeben. Beispielhafte Werte für verschiedene Lufttemperaturen und Windgeschwindigkeiten zeigt die folgende Tabelle:
| Lufttemperatur | Wind | Windchill-Temperatur |
|---|---|---|
| 0 °C | 10 m/s (36 km/h) | –7 °C |
| 0 °C | 20 m/s (72 km/h) | –9 °C |
| –10 °C | 10 m/s (36 km/h) | –20 °C |
| –15 °C | 2 m/s (7,2 km/h) | –20 °C |
| –15 °C | 25 m/s (90 km/h) | –32 °C |
| –30 °C | 10 m/s (36 km/h) | –47 °C |
| –40 °C | 20 m/s (72 km/h) | –66 °C |
Bei der Berechnung der Windchill-Temperatur wird bereits berücksichtigt, dass der Wind üblicherweise in 10 m Höhe gemessen wird, die ihm ausgesetzte sich jedoch am Boden befindet.
Die Windchill-Temperatur hat für Hamburg wenig Bedeutung, da sehr niedrige Temperaturen hauptsächlich während stabiler Hochdruckwetterlagen auftreten, in denen die Windgeschwindigkeiten gering sind. Hohe Windgeschwindigkeiten dagegen treten nur bei stürmischem Wetter in Verbindung mit Tiefdruckgebieten auf, die relativ warme Seeluft von Nordsee und Atlantik herantransportieren. Selbst in den oberen Höhen am Wettermast, wo die Windgeschwindigkeiten viel höher sind als am Boden, sind keine extremen Windchill-Temperaturen zu messen, weil dort die nächtlichen Temperaturen nicht so weit absinken wie am Boden. Die kritische Windchill-Temperatur von –27 °C haben wir bisher noch in keiner Höhe erreicht. Andere Länder, wie z. B. Kanada, beginnen erst bei erwarteten Windchill-Temperaturen unter –35 °C mit Warnungen der Bevölkerung. Ein geeigneteres Maß, unter hiesigen Verhältnissen die thermische Wirkung des Wetters auf den Menschen zu beurteilen, ist die gefühlte Temperatur.
Siehe auch Hitzeindex und Humidex.
Windgeschwindigkeit
Die Windgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit der sich eine
Luftmasse bewegt. Sie ist unabhängig von der herrschenden Windrichtung
und immer größer oder gleich Null. Die Windgeschwindigkeit wird
in der Meteorologie meist in Metern pro Sekunde (m/s) angegeben. Eine
Umrechnung in Kilometer pro Stunde (km/h) kann durch den Faktor 3,6 erfolgen.
Die Windgeschwindigkeit wird mit Anemometern gemessen.
Die Messung der Windgeschwindigkeit am Wettermast Hamburg wird auf zwei
verschiedene Arten vorgenommen. Das klassische Schalenkreuzanemometer
besteht aus einer Art Windrad, das sich umso schneller dreht, je schneller
der Wind weht. Beim Ultraschall-Anemometer wird die Laufzeit eines
Ultraschallsignals zwischen zwei Sender-/Empfängerköpfen gemessen. Da sich
der Schall immer relativ zur Luft ausbreitet, bekommt man aus dem
Laufzeitunterschied für die Hin- und Rückrichtung die Strömungsgeschwindigkeit
der Luft.
Die Windgeschwindigkeit kann sich innerhalb von Sekunden stark ändern
(Böen). Unsere Anlage zeichnet sowohl die mittlere
Windgeschwindigkeit als auch die kurzzeitigen Windmaxima auf.
Siehe auch Wind,
Windstärke, Windrichtung,
Böen.
Windrichtung
Die Windrichtung wird in der Meteorologie üblicherweise nach der Richtung
bestimmt, aus der der Wind kommt (Meeresströmungen in der Ozeanographie
werden dagegen danach benannt, wohin die Strömung fließt). Ein Westwind
weht also von West nach Ost. Bei Windstille ist die Windrichtung
nicht definiert.
Um die Windrichtung mathematisch handhaben zu können, gibt man sie
üblicherweise in (Winkel-) Grad (°) an:
0° = Nord, 90° = Ost, 180° = Süd, 270° = West
Die Windrichtung wird am Wettermast Hamburg auf zwei unterschiedliche Arten
gemessen. Die klassische Windfahne richtet sich wie ein Wetterhahn
nach dem Wind aus. Zu beachten ist, dass auch im Falle von Windstille die
Windfahne eine bestimmte Stellung einnimmt und entsprechende Daten
übermittelt. Das zweite Verfahren besteht aus Ultraschallanemometern,
die auch für die Messung der Windgeschwindigkeit
verwendet werden. Jedes Gerät besteht aus drei zueinander senkrecht stehenden
Sender-/Empfängerstrecken, so dass die Komponenten des dreidimensionalen
Windvektors direkt gemessen werden können. Daraus kann dann leicht
die horizontale Windrichtung ermittelt werden.
Die am Wettermast Hamburg aufgezeichneten Windrichtungen sind Mittelwerte von 1 bzw.
5 Minuten. Bei der Bildung des arithmetischen Mittels ist jedoch zu
beachten, dass man dafür nicht einfach die Grad-Zahlen verwenden kann,
denn der Mittelwert von 1° und 359° wäre demnach (1°+359°)/2 = 180° (Südwind), was
offensichtlich die verkehrte Richtung ist (korrekt wären 0° oder 360°, was
beides dasselbe ist, nämlich Nord). Vielmehr muss man bei der
Mittelung der Windrichtung über die Komponenten des Windvektors gehen.
Die beiden auf Eins normierten Komponenten des Windvektors werden je für
sich gemittelt (es handelt sich dabei um Windgeschwindigkeiten). Aus diesen
beiden mittleren Komponenten wird schließlich wieder eine Richtung berechnet.
Windstärke
Die Windstärke gibt im Gegensatz zur Windgeschwindigkeit
nicht die messbare Geschwindigkeit der Luftmasse an, sondern teilt den Wind seiner
beobachteten Wirkung nach in Klassen ein. Üblicherweise wird die Windstärke
nach Beaufort verwendet, die von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan) reicht.
Zur Bestimmung der Windstärke wird an Land beispielsweise die Bewegung von
Ästen und Zweigen beobachtet, auf See Wellenhöhe und Schaumkronen.
Man kann die Windgeschwindigkeit V anhand folgender Formel in
eine Windstärke B umrechnen:
Auf diese Weise erhält man bei starken Stürmen auch Windstärken größer
als 12, die in der Beaufort-Skala nicht vorgesehen sind. Man beachte, dass
diese Umrechnung nur ein Richtwert ist. Die Windstärke ist und bleibt
allein durch die Wirkung auf die Umwelt definiert. Und diese hängt zwar
hauptsächlich, aber nicht ausschließlich von der Windgeschwindigkeit ab.
Auch die Böigkeit spielt z. B. eine Rolle.
Die Windstärke wird in der heutigen Meteorologie kaum noch verwendet, da sie
nicht gemessen werden kann.
Wolken
Das Thema Wolken und Wolkenbildung ist zu komplex, um hier mit wenigen
Worten dargestellt zu werden. Wir müssen uns daher auf einige
prinzipielle Grundlagen beschränken.
Wolken bestehen aus kleinen Wassertröpfchen oder Eiskristallen, ähnlich wie
Nebel am Boden. Wie es zur Entstehung dieser Wassertröpfchen oder
Eiskristalle kommt, ist Thema eines eigenen Zweiges der Meteorologie, der
Wolkenphysik. Im Wesentlichen entsteht eine Wolke, wenn feuchte Luft
sich abkühlt. Die relative Feuchte nimmt dabei
immer mehr zu. Bei einer gewissen Temperatur erreicht sie 100 % und
die Luft ist mit Wasserdampf gesättigt. Bei einer weiteren Abkühlung
fällt überschüssiges Wasser oder Eis aus (Kondensation). Es bilden sich
winzige Tröpfchen oder Kristalle. Ähnliches beobachtet man an kalten
Wintertagen beim Ausatmen von warmer, feuchter Luft. Die wahren
Verhältnisse sind jedoch komplizierter. Es müssen z. B. geeignete
Kondensationskeime vorhanden sein, an denen
sich die Wassermoleküle anlagern können. Ansonsten kommt es zu einer
mehrfachen Übersättigung der feuchten Luft.
Die verschiedenen Wolkenformen am Himmel entstehen durch unterschiedliche
Parameter wie Höhe, Wind, Turbulenz, Temperatur, Feuchte usw.
Wird die Flüssigwasserdichte oder Eisdichte in einer Wolke immer größer,
lagern sich die Wolkenteilchen aneinander an und wachsen so weit, bis
sie aufgrund ihres Gewichts herunterfallen. Es kommt zum
Niederschlag. In unseren Breiten geschieht die
Niederschlagsbildung ausschließlich über die Eisphase, d. h. auch im
Hochsommer war jeder Regentropfen vor dem Herabfallen gefroren. Durch starke
Aufwinde in Gewitterwolken werden die herabfallenden Eisteilchen immer
wieder in die Höhe getrieben. Sie wachsen dadurch immer weiter und
fallen schließlich als Hagel auf die Erde. In Deutschland können Hagelkörner
auf diese Weise Kirschengröße erreichen, in seltenen Fällen sogar die
Größe von Tennisbällen.
Am Wettermast Hamburg messen wir mit einem Ceilometer die
Höhe der Wolkenuntergrenze.
Zurück zur Startseite